Die botanischen Gärten der Riviera

Die botanischen Gärten der Riviera

Egal für welche der vier ligurischen Provinzen sie sich für ihren Urlaub entscheiden, die wunderschönen Gärten der Riviera sind in allen Teilen der Region anzutreffen. Gerne stellen wir ihnen ein Paket zusammen, welches Ausflüge in die botanischen Gärten beinhaltet.


Einige waren schon immer bekannt und berühmt, andere sind wie eine Perle, eingeschlossen und versteckt, und zeigen ihre Schätze nur denen, die geduldig nach ihnen suchen. Die ligurischen Gärten bieten durch ihre Lage am Meer und das ganzjährig milde Klima der Region den perfekten Nährboden für Pflanzen aller Art. Die Vielfalt beschränkt sich nicht nur auf heimische Pflanzen, sondern auch tropische und subtropische Pflanzen die in keiner anderen Region Europas oder Italiens zu finden sind,  gedeihen hier prächtig. Die große Blütezeit ist sicherlich im Frühjahr, aber auch zu anderen Jahreszeiten haben die botanischen Gärten der Riviera mit ihrer Vielzahl von Brunnen, Statuen und Antiquitäten viel zu bieten. Von vielen Gärten aus haben sie einen tollen Blick auf das ligurische Meer.

Die Hanbury Gärten (Ventimiglia)

In La Morta finden sie einen der berühmsten botanischen Schätze der Welt. Die Hanbury-Gärten wurden 1867 von den Gebrüdern Daniel und Thomas Hanbury geplant und in Auftrag gegeben.
In einer strategisch günstigen Position gelegen, verfügen die Gärten über eine große Auswahl von Panoramapunkten. Den Rahmen bieten eine üppige Vegetation, wo mediterrane Macchia neben den exotischen Vertretern der Pflanzenwelt gedeiht. Insgesamt finden sie hier etwa sechstausend verschiedene Pflanzenarten vor
, unter anderem Eukalyptusarten,  Sukkulenten, Pinien, Orangen, Zypressen, Agaven, Aloen, Bambus, Papyrus, etc. Der Park ist terrassenförmig angelegt und in verschiedene Themengebiete unterteilt: der Japanische Garten, der australische Wald, der Garten der Düfte, die Rosen, die Sukkulenten, die Allee der Cicas, die Agaven und Aloe-Sektor.

Der exotische Garten Pallanca (Bordighera)

Der exotische Garten Pallance befindet sich am Eingang der Stadt Bordighera, ein Ort der von mehr als 3200 verschiedenen Pflanzenarten geschmückt wird. Darunter auch eine bedeutende Anzahl an Kakteen, die wertvollsten in ganz Italien. Der eindrucksvolle Garten liegt auf einem Sandsteinfelsen, auf dem  südlichsten Hügel des alten Vulkans Monte Nero. Er wurde terrassenförmig und mit typischen ligurischen Steinmauern angelegt . Die Terrassen und Blumenbeete erreicht man über eine in den Fels eingeschlagene Treppe und über einen alten Saumpfad.

Die Gärten der Villa Ormond (San Remo)

Der prachtvolle Park rund um die Villa Ormond ist auf den Ideenreichtum und die Pflanzenleidenschaft eines reichen Tabakhändlers aus der Schweiz zurückzuführen: Michel-Louis Ormond.Der Park ist in zweil Teile aufgeteilt, ein Teil verläuft oberhalb der Straße, der andere Teil unterhalb der Strasse, und bietet mit seiner Vielzahl vonPalmenarten (über 70, aus allen Teilen der Welt), eine außergewöhnliche und beeindruckende Ansicht. Von Olivenhain, bis hin zu Zedern und Palmen finden sie hier alles. Ein Teil des Parks wurde außerdem der japanischen Partnerstadt Atami gewidmet.

Die Garten der Villa Nobel (San Remo)

Der Garten der Villa Nobel umschliesst die Villa Nobel, in der der bekannte Physiker Alfred Nobel bis zu seinem Tod im Jahre 1896 lebte. Dieser Ort, den der große Wissenschaflter liebevoll sein „Nest“ taufte, verfügt über eine Fläche von etwa 6099.10 Quadratmetern, und begeistert mit seinen vielen Blumen, Palmen, Sträuchern und exotischen Pflanzen. Die Villa und der Park sind jetzt Eigentum der Provinz Imperia, die die Renovierung und Umbauten zu einem Museum und Konferenzzentrum veranlassten.

Die Gärten der Villa Grock (Imperia)

Die Villa und Gärten wurden im Jahre 1927 von dem berühmtesten Clown aller Zeiten, Adrien Wettach, besser bekannt als Grock, ins Leben gerufen. Auf den Hügeln von Imperia, im Ortsteil Oneglia gelegen, hat man von den phantasievollen Gärten aus einen wunderschönen Blick auf das Meer. Im Park selbst finden sie viele architektonische Merkwürdigkeiten, Arboreten und hydraulische Anlagen, die seinerzeit als hochmodern galten. All dies erinnert an die Magie und Verrücktheit eines Zirkus, und Grock schaffte es seinen Garten zu einer Art Manege zu machen.

Die Provinz Savona

Der Garten der Villa Faraggiana (Albissola Marina)

Der große Park, rund um die elegante Villa Faraggiana des 18. Jahrhunderts, bringt die volle Pracht un den Reichtum der damaligen Zeit zum Ausdruck. Die Bäume und Blumen sind von Statuen, Blumenbeeten und großen Pergolenn umrahmt.

Der botanische Wanderweg des Klosters Eremo del Deserto (Varazze)

Eremo del Deserto ist das erste Karamelitenkloster Italiens und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Um das Kloster herum windet sich ein botanischer Wanderweg von etwa 2,5 Km Länge wie eine Schleife um das Kloster. Die Besonderheit dieses Wanderweges liegt in dem Zusammenleben typisch mediterraner Pflanzen, die sonst nur in den Bergwäldern gedeihen.

Die Provinz Genua

Der Park von Nervi (Genua)

 Der Park von Nervi ist eine Gartenanlage in Genua, die aus mehreren privaten Parks besteht. Der Park ist ca. 92.000 Quadratmeter groß und ist damit die größte Grünanlage der ligurischen Hauptstadt. Die einst einfachen Gärten, die im 19. Jahrundert angelegt wurden, haben sich im Laufe der Zeit in einen üppigen Stadtpark mit vielen Gehwegen und Liegewiesen verwandelt. Eine der Attraktionen liegt im östlichen Teil des Parks – der Rosengarten, in dem über 400 verschiedene antike Rosenarte blühen gilt als einer der eindrucksvollsten der Welt. Darüber hinaus können sie hunderte von Pflanzenarten, darunter auch exotische und tropische Pflanzen und majestätische, jahrhunderte alte Sträucher bewundern.

Der Durazzo-Pallavicini-Park (Genua)

Ein einzigartiger Park in Genua, der Natur, Theater und Architektur miteinander verbindet. Der Park wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von dem Bühnenbildner des Carlo Felice Theaters – Michele Canzio, entworfen und gestaltet. Hier finden sie viele, unverwechselbare Merkmale, wie die Sammlung von Kamelien, eine Rosenlaube, einen Triumphbogen, einen chinesischen Turm, das archäologische Museum von Ligurien, einen kleinen Tempel, der Diana gewidmet, und einen duftenden Blumengarten vor.

Der Clelia Durazzo Grimaldi Garten (Genua)

Der Grimaldi Garten liegt im genuesischen Stadtteil Pegli, unweit der Villa Durazzo Pallavicini. Der Park wurde im Jahre 1794 im Auftrag von  Clelia Durazzo, der Ehefrau Grimaldi’s angelegt. Clelia war ein großer Pflanzenfan und studierte zu jener Zeit Botanik. Der Park, der in drei Teile – Sukkulenten (Kakteen), fleischfressende Pflanzen und tropische Orchideen, unterteilt ist,  verfügt über eine Pflanzensammlung von unschätzbarem Wert.

Palazzo del Principe – Fürstenpalast (Genua)

Das Museum des Prinzenpalasts, mit seinem beindruckendem, groß angelegtem Garten,  zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der italienischen Riviera. Der gesamte Park wurde erst kürzlich restauriert und mit vielen neuen Pflanzen verschönert. Ein weiteres Highlight des Parks sind die vielen Skulpturen, unter anderem die Neptun Statue des Künstlers Tadeo Carlone.

Die Cervara Abtei von St. Jerome am Monte di Portofino (S.Margherita L.)

Die Cervara Abtei wurde 1361 von Benediktinermönchen, gegründet und ist dem heiligen Hieronymus gewidmet. Der Garten, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht von Portofino hat,  wurde erst später von den Mönchen des Klosters angelegt. Hier finden sie viele botanische Raritäten, wie den Pfefferbaum, der mehr als ein Jahrhundert alt ist, und eine violette, mehrere jahrhunderte alte Wistarie.

Der botanischer Garten von Pratorondanino (Campo Ligure)

Der botanische Garten von Pratorondanino ist relativ neu und ist außerdem unter dem Namen „Grünes Museum“ bekannt. Hier finden sie eine Vielzahl verschiedene Sträucher, aus drei unterschiedlichen Lebensräumen der Alpenflora vor. Außerdem wachsen im Park einige extrem seltene, und vom aussterben bedrohte Pflanzenarten.

Die Provinz La Spezia

Der botanische Garten von Montemarcello (Ameglia)

Der botanische Garten von Montemarcello liegt im  Montemarcello Magra Regional Park (300 m über dem Meeresspiegel). Hier können Besucher die typischen Arten der autochthonen Pflanzendecken beobachten, und einen außergewöhnlichen Blick auf die Apuanischen Alpen und die Mündung des Flusses Magra genießen. Der  Garten wurde 1999 gegründet und gehört zum ligurischen Zentrum für Umweltbildung.

Die Villa Marigola (San Terenzo – Lerici)

Der Park der Villa Marigola wurde 1926 gebaut und entspricht der Struktur eines typisch italienischen Gartens. Er umfasst verschiedene Stilrichtungen, die vom 18. Jahrhundert, bis hin zur romantischen Epoche und dem Jugendstil reichen. Hier können sie einen atemberaubenden Blick auf die Bucht von Lerici geniessen. Wir raten ihnen, ihre Kamera nicht zu vergessen, damit sie ein paar wirklich Postkarten taugliche Fotos machen können. Die Villa Marigola war im Laufe der Jahrhunderte Wohnort vieler prominenter Persönlichkeiten, darunter auch der bekannte englischen Dichter Shelly.